JPG oder PNG: Welches Format solltest du nehmen?

Zuletzt aktualisiert: 28. Oktober 2026

JPG und PNG sind die beiden Bildformate, die jedes Gerät und jedes Programm versteht. Wer das falsche wählt, bekommt entweder riesige Dateien oder unscharfen Text. Die Faustregel ist kurz: JPG für Fotos, PNG für alles mit scharfen Kanten oder Transparenz. Warum das so ist, liest du hier.

Der entscheidende Unterschied: verlustbehaftet oder verlustfrei

JPG komprimiert verlustbehaftet. Das Format verwirft Details, die dem Auge kaum auffallen, und macht Fotos dadurch drastisch kleiner. Bei Fotos sieht man den Unterschied selten. Bei Text, Linien und einfarbigen Flächen dagegen schon: Es entstehen leichte Flecken und Säume an den Kanten, sogenannte Kompressionsartefakte.

PNG komprimiert verlustfrei. Jedes Pixel bleibt exakt erhalten. Screenshots und Grafiken bleiben dadurch gestochen scharf, Fotos werden als PNG aber um ein Mehrfaches größer als dasselbe Foto als JPG.

Die beiden Formate im Vergleich

JPGPNG
KomprimierungVerlustbehaftetVerlustfrei
FotosKleine Dateien, sehen sehr gut ausOft 3- bis 5-mal größer
Text, Screenshots, LogosUnscharfe KantenGestochen scharf, oft kleiner
TransparenzNeinJa
Erneutes SpeichernVerliert jedes Mal etwas QualitätKein Verlust

Welches Format wofür?

  • Fotos von Kamera oder Handy: JPG.
  • Screenshots, vor allem mit Text: PNG.
  • Logos, Icons und Illustrationen mit einfarbigen Flächen: PNG – oder SVG, falls vorhanden.
  • Alles mit transparentem Hintergrund: PNG.
  • Bilder, die du immer wieder bearbeitest: Bewahre eine PNG-Masterdatei auf und exportiere erst am Ende ein JPG.
  • Upload-Formulare mit Größenlimit: meist JPG.

Zwischen den Formaten umwandeln

Um ein großes PNG-Foto zu verkleinern, wandelst du es mit PNG in JPG um. JPG kann keine Transparenz speichern. Transparente Bereiche werden deshalb mit einer Hintergrundfarbe deiner Wahl gefüllt, standardmäßig mit Weiß.

Der umgekehrte Weg mit JPG in PNG ist sinnvoll, wenn ein Programm oder Formular PNG verlangt oder du ein Bild ohne weiteren Qualitätsverlust bearbeiten willst. Details, die das JPG bereits verworfen hat, holt die Umwandlung allerdings nicht zurück, und die Datei wird größer.

Und was ist mit WebP?

Für Websites vereint WebP die Stärken beider Formate: verlustbehaftet wie JPG für Fotos, verlustfrei mit Transparenz wie PNG für Grafiken – und kleiner als beide. Alle aktuellen Browser unterstützen es. Es lohnt sich also, die Bilder deiner Website mit PNG in WebP oder JPG in WebP umzuwandeln. Für Dateien, die du an andere schickst, bleiben JPG und PNG die sicherste Wahl. Mehr dazu im Ratgeber Was ist eine WebP-Datei?

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